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Einkorn - mehr
als nur ein Korn!
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Einkorn
ist wohl ein neuzeitlicher Name und aus einem botanischen Vergleich entwickelt.
Die Ähre einer Einkornpflanze ist recht spröde und kann leicht
in die einzelnen Stufen der Ährenspindel zerfallen. Übrig bleiben
dann die Spindelglieder mit jeweils einem Ährchen. Ein einzelnes Spindelglied
wird auch als Fese bezeichnet. Darin findet sich typischerweise ein einzelnes
Korn, das aus einer einzigen Blüte hervorgegangen ist. Nicht selten
finden sich aber auch zwei Blüten, aus denen jeweils ein Korn hervorgeht,
wodurch also in einer Fese eben auch zwei Körner gefunden werden können.
Das typischerweise zwei Körner enthaltende Zweikorn -auch als "Emmer"
bezeichnet und entwicklungsgeschichtlich später auftretend- ist aber
deutlich größer als Einkorn. Emmer ist dem zur Teigwaren-Herstellung
verwendeten Hartweizen verwandter.
Neben
der Kornzahl gibt es weitere Unterschiede zwischen Einkorn und Emmer.
Besonders charakteristisch für das Einkorn ist der gelbliche Mehlkörper,
während die Farbe der Spelzen von weiß über braun bis
schwarz variieren kann. Auch in der Festigkeit der das Korn umhüllenden
Spelzen gibt es Unterschiede; von bespelztem Erntegut bis dahin, dass
die Spelzen bereits beim Drusch abfallen und die Körner nach einer
einfachen Reinigung unmittelbar verwendet werden können. Man nennt
diese Formen "spelzenfreidreschend". Wenn
einem jedoch erst die filigrane Gestalt des Sprosses in ihrem leuchtenden
Grün gegenüber gestanden hat, dann weiß man, dass Einkorn
eben doch mehr als nur ein Korn ist. Unter unseren Getreiden ist es das
Feinste - schon vom ganzen Erscheinungsbild her. Dort, wo "Einkorn"
früher regulärer Bestandteil der Getreideernährung war,
hatte es sicher einen anderen Namen. Überliefert ist die Bezeichnung
"tiphe" im Griechischen, "siyez" im Türkischen
und "sifon" im Hebräischen. Bei Franzosen und Italienern
wird es in der Übersetzung heute mit "Kleiner Dinkel" ("Le
petit épautre" bzw. "Farro piccolo") angesprochen.
Das gilt aber nur für die Formen, die nach der Ernte noch bespelzt
sind. Wie dem auch sei, bis sich umgangssprachlich etwas geeigneteres
findet, bleiben wir doch einfach beim heute im Deutschen und Angelsächsischen
verbreiteten Namen: EINKORN !
Quelle und weitere Informationen: www.einkorn.de
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