Nudeln bewusst konsumieren!

Emmer und Einkorn sind uralte Getreidearten, die fast ausgestorben sind. Beide sind äusserst anspruchslos und sehr robust gegenüber Krankheiten. Sie eignen sich deshalb vorzüglich für den naturnahen Anbau und für die Vollwerternährung.

Anbau ohne Hilfsstoffe
Im Kanton Aargau wurde der Anbau dieser Getreidearten letztes Jahr im Schenkenbergertal wieder aufgenommen. Die beteiligten Bauern verpflichten sich, gleichzeitig Flächen zur Förderung der Artenvielfalt zu schaffen. Mit der Anlage und Pflege von Buntbrachen erhalten selten gewordene Pflanzen und Tiere auch im intensiv bewirtschafteten Ackerbaugebiet wieder Lebensräume.

Mehl aus der Steinmühle
Ebenso schonend wie der Anbau (ohne Handelsdünger und Pflanzenschutzmittel) wird das Getreide auf dem Steinmahlwerk in der mittleren Mühle in Schinznach-Dorf verarbeitet.
Diese erstmals 1317 urkundlich erwähnte Mühle wurde 1998 mit Mitteln des Schoggitalers, der Kantonalen Denkmalpflege und viel Fronarbeit instand gestellt. Sie steht BesucherInnen übrigens offen (Anmeldungen an die Gemeindeverwaltung Schinznach-Dorf: 056 463 63 15).

Mit Nudeln die Landschaft gestalten
Das frisch gemahlene Mehl wird zu Teigwaren verarbeitet. In einem Paket (250 Gramm) steckt der Ertrag von etwas mehr als 1 Quadratmeter Einkorn. Mit dem regelmässigen Konsum dieser Teigwaren helfen Sie mit, dass die motivierten Bauern den Anbau ausdehnen und vielfältige Lebensräume im Herzen des Kantons Aargau schaffen können. Konsumieren 3% der Menschen im Kanton Aargau einmal im Monat Einkorn-Nudeln, kann die Einkorn-Fläche auf 12 Hektaren ausgedehnt werden. Zusätzlich wird ein Streifen Buntbrache von 2 Kilometern Länge entstehen.

Hier können Sie Einkorn-Teigwaren beziehen:
Baden: WWF Panda Laden, untere Halde 8
Oberflachs: VOLG-Laden
Schinznach-Dorf: VOLG-Laden

EMMER und EINKORN - PREISBILDUNG "TEIGWAREN"


1. Tiefe Erträge - hohe Preise
Die Bauern ernten mit Emmer oder Einkorn Ca. 1/3 des Ertrags, als Kompensation erhalten sie den dreifachen Weizenpreis. Der tiefe Ertrag resultiert aus dem Verzicht auf die Anwendung chemisch-synthetisch hergestellter Hilfsstoffe. Zudem wurden die Vorfahren unserer heutigen Brotgetreide züchterisch lange nicht mehr bearbeitet.
Dadurch wird das Mehl um Fr. 1.50/kg teurer
2. Die Mühle mahlt schonend und langsam
Unsere Mühle mahlt langsam, aber gründlich. Bei einem Ausstoss von ca. 30 kg Mehl pro Stunde sind die Betriebskosten (Personal) entsprechend hoch. Das Mahlen auf der Steinmühle wird mit
Fr. 2.--/kg Mehl in Rechnung gestellt.
3. Der Aufwand für die Vermarktung kleiner Mengen ist gross.
Abwägen, Verpacken, Beschriften ist alles Handarbeit.
Dies verteuert die Teigwaren um Fr. 1.--/kg
Der Preis für Emmer/Einkorn-Teigwaren im Detailhandel beträgt Fr. 18.--/kg. Lokale Produktion, lokale Verarbeitung und regionale Vermarktung hat ihren Preis! Mit dem Kauf beweisen Sie Ihre Wertschätzung für die HerstellerInnen dieser Produkte und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung unserer Kulturlandschaft.

Vielen Dank und " En Guete"

Quelle und weitere Informationen: www.einkorn.de
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Last modified: 18.11.06
www.schenkenbergertal.ch