Ruine Schenkenberg


Name und Geschichte

Name und Geschichte Die Burganlage Schenkenberg ist eine Gründung der Habsburger. Sie wurde für die Schenken dieses Grafenhauses erbaut, daher auch der Name der Burg und des ganzen Tales. Erstmals urkundlich erwähnt ist sie im Jahre 1243. Im 14. Jahrhundert hielten habsburgische Dienstleute den Sitz inne, so seit 1373 die Herren von Schönau. 1387 verschrieb Herzog Leopold dem Peter von Torberg die Veste Schenkenberg, zum Ersatz der grossen Verluste, die er im Krieg gegen die Eidgenossen (Schlacht bei Sempach) erlitten hatte.

Die Schenkenberg war - wie die Geschichte zeigt - kaum erstellt, schon ein Sanierungsfall. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts blieben die Unterhaltsarbeiten aus, so dass das Schloss in Verfall geriet und man in Bern 1718 die Frage beraten musste, ob man es von Grund auf wiederherstellen oder ganz seinem Schicksal überlassen sollte. Schliesslich wurde Schloss Wildenstein (Gemeinde veltheim) erworben und Schenkenberg dem Verfall preisgegeben.Zwar war die Burg noch 1763 von einem Landmann bewohnt; danach diente sie jedoch als Steinbruch. Als Rechtsnachfolger von Bern besass nach 1803 der Kanton Aargau die Ruine; 1837 erwarb sie ein "zweifelhafter" Herr von Schenkenberg, der bald darauf verschwand. Nach Jahrzehnten der Herrenlosigkeit ersteigerte der Aargauer Heimatschutz die Ruine Schenkenberg für fünfzig Franken.

Der bauliche Zustand

Die Notwendigkeit ständiger Ausbesserungen und der rasche Zerfall erklären sich dadurch, dass für den Bau in der Hauptsache nur der an Ort und Stelle gewonnene schlechte (poröse) Jurakalkstein verwendet wurde. Nach ersten Arbeiten im Jahre 1919 wurde in den Jahren 1931/35/38 eine Hauptrenovation durchgeführt. Umfassende Sanierungsarbeiten mit einem Kostenumfang von rund CHF 150'000.- wurden in den Jahren 1969/70 ausgeführt. Inzwischen haben der Zahn der zeit (Feuchtigkeits- und Frostschäden und der wuchernde Bewuchs dem Gemäuer wiederum schwer zugesetzt. Die Mauerkronen sind über weite Strecken gelockert und zerrüttet. Die Burganlage ist in weiten Teilen überwuchert. Eine Sanierung ist unumgänglich, soll die Anlage sichtbar bleiben und für die Nachwelt erhalten bleiben.

Für die bevorstehenden Sanierungsarbeiten und das damit zusammenhängende Pflegekonzept ist aufgrund von Schätzungen der beigezogenen Fachleute mit einem Aufwand im Totalbetrag von von CHF 890'000.- zu rechnen. Der Aargauer Heimatschutz kann nur einen sehr geringen Teil der anfallenden Sanierungskosten selber tragen. Damit die Burgruine Schenkenberg erhalten werden kann, ist er auf Beiträge von Bund, Kanton, Gemeinden im Schenkenbergertal auch auf Spenden von Privaten dringend angewiesen.

Restaurierung Burgruine Schenkenberg
PC 50-1632-1 "Schenkenberg"

Aargauer Heimatschutz
Geschäftstelle
Schönaustrasse 25
5430 Wettingen

E-Mail: info@heimatschutz-ag.ch


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Last modified: 17.11.06
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